Das Wichtigste in Kürze
- Fake-Bewertungen verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können gelöscht werden.
- Typische Merkmale: Mehrfachbewertungen, neue Profile, Bewertungswellen, Konkurrenz als Verfasser und fehlende Details.
- Ein Merkmal allein beweist wenig. Mehrere zusammen sind ein starkes Indiz.
- Sichern, prüfen, sachlich antworten – und die Bewertungen löschen lassen.
Was ist eine Fake-Bewertung?
Eine Fake-Bewertung ist eine Bewertung, hinter der keine echte Erfahrung steckt. Sie kann negativ oder positiv sein. Für Unternehmen sind vor allem die negativen ein Problem: Sie drücken den Schnitt, schrecken Kunden ab und lassen sich kaum sinnvoll beantworten.
Hinter gefälschten negativen Bewertungen stecken oft:
- Wettbewerber, die sich einen Vorteil verschaffen wollen
- ehemalige Mitarbeiter mit Groll gegen den früheren Arbeitgeber
- Trolle oder Menschen mit persönlichem Streit
- Verwechslungen mit einem anderen Betrieb ähnlichen Namens
- gekaufte Bewertungen aus Bewertungsnetzwerken
Google verbietet gefälschte Inhalte ausdrücklich. Viele Fake-Bewertungen werden automatisch gefiltert. Aber längst nicht alle – und genau die landen auf Ihrem Profil.
Fake-Bewertungen erkennen: die 7 wichtigsten Merkmale
1. Mehrfachbewertungen desselben Verfassers
Eine Person bewertet Sie mehrmals – unter verschiedenen Namen oder mit mehreren Konten. Achten Sie auf ähnliche Formulierungen, gleiche Tippfehler, denselben Zeitraum oder Profilbilder im gleichen Stil. Oft tauchen die Bewertungen kurz nacheinander auf.
2. Neue Profile ohne Vorgeschichte
Das Profil hat genau eine Bewertung – Ihre. Kein Foto, ein Allerweltsname oder nur ein Vorname mit Initiale. Solche Profile werden oft nur angelegt, um eine einzige Bewertung abzugeben. Natürlich gibt es auch echte Kunden, die zum ersten Mal bewerten. Zusammen mit anderen Merkmalen ist ein neues Profil aber ein deutliches Signal.
3. Bewertungswellen
Monatelang kommen wenige Bewertungen, dann plötzlich fünf oder zehn negative in wenigen Tagen. Solche Wellen entstehen selten zufällig. Häufige Auslöser sind ein Streit mit einem Kunden, ein Beitrag in sozialen Netzwerken oder gezielte Aktionen der Konkurrenz.
| Fiktiver Zeitraum | Neue Bewertungen | Davon 1 Stern |
|---|---|---|
| Januar bis Juni | 12 | 1 |
| 1. bis 5. Juli | 9 | 9 |
| Rest Juli | 2 | 0 |
Neun 1-Stern-Bewertungen in fünf Tagen bei einem Betrieb, der sonst kaum Kritik bekommt: Hier lohnt ein genauer Blick.
4. Konkurrenz als Verfasser
Sehen Sie sich das Profil des Verfassers an. Bewertet es auffällig viele Betriebe Ihrer Branche in Ihrer Region? Und bekommen alle anderen fünf Sterne, nur Sie einen? Dann liegt ein Interessenkonflikt nahe. Auch Bewertungen, die einen bestimmten Wettbewerber empfehlen, sind verdächtig.
Fiktives Beispiel · 1 Stern
„Totaler Reinfall. Geht lieber zur Werkstatt am Marktplatz, da wird man ehrlich beraten.“
5. Keine Details
Echte Kunden erzählen meist etwas Konkretes: welcher Termin, welches Produkt, welcher Mitarbeiter. Fake-Bewertungen bleiben oft vage – „schlechter Service“, „nie wieder“ – oder bestehen nur aus Sternen. Der Grund: Wer nie da war, kann keine Details nennen.
6. Details, die nicht passen
Manchmal gibt es zwar Details, aber sie stimmen nicht. Die Bewertung erwähnt ein Gericht, das nicht auf Ihrer Karte steht, einen Mitarbeiter, den es nicht gibt, oder einen Besuch an einem Tag, an dem Sie geschlossen hatten. Das ist ein sehr starkes Merkmal – und zugleich ein guter Ansatzpunkt für eine Löschung.
7. Verfasser ist kein Kunde
Das wichtigste Merkmal kann nur einer prüfen: Sie. Taucht der Name in Ihrer Kundenliste auf, im Kalender, in Rechnungen? Kennt ihn jemand aus dem Team? Wenn nicht, ist die Bewertung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht berechtigt.
Ein einzelnes Merkmal beweist noch keine Fälschung. Treffen aber drei oder mehr zusammen – etwa neues Profil, keine Details und kein Kundenkontakt –, ist die Sache ziemlich klar.
Checkliste: Ist diese Bewertung gefälscht?
Gehen Sie bei jeder verdächtigen Bewertung diese Fragen durch:
- Hat das Profil weitere Bewertungen – oder nur diese eine?
- Gibt es ähnliche Bewertungen im gleichen Zeitraum?
- Bewertet das Profil viele Betriebe aus Ihrer Branche?
- Enthält die Bewertung konkrete, überprüfbare Details?
- Passen die Details zu Ihrem Betrieb?
- Finden Sie den Verfasser in Ihren Kundenunterlagen?
- Gab es kurz vorher einen Streit, eine Kündigung oder eine Auseinandersetzung?
Was tun gegen Fake-Bewertungen?
Sichern Sie Beweise
Machen Sie Screenshots von jeder verdächtigen Bewertung und vom Profil des Verfassers. Notieren Sie Datum und Uhrzeit. Bei Bewertungswellen hilft eine einfache Liste, um den Überblick zu behalten.
Antworten Sie sachlich
Eine kurze, ruhige Antwort zeigt anderen Lesern, dass Sie die Sache ernst nehmen. Werfen Sie dem Verfasser aber nicht öffentlich Betrug vor. Schreiben Sie lieber, dass Sie die Bewertung keinem Kunden zuordnen können, und bieten Sie ein Gespräch an.
Melden Sie die Bewertung
Über die Funktion „Rezension melden“ im Google-Unternehmensprofil können Sie Fake-Bewertungen als Spam oder Interessenkonflikt melden. Das ist ein guter erster Schritt. Bleibt die Bewertung trotzdem stehen, ist das leider häufig – warum, erklären wir im Ratgeber Google-Bewertung löschen.
Vermeiden Sie Gegenmaßnahmen, die schaden
Kaufen Sie keine positiven Bewertungen und bitten Sie keine Freunde um Gefälligkeitsbewertungen. Das verstößt selbst gegen die Google-Richtlinien. Besser: Bitten Sie echte, zufriedene Kunden aktiv um eine ehrliche Bewertung. Das stärkt Ihren Schnitt dauerhaft.
Lassen Sie die Bewertungen löschen
Wir prüfen jede Bewertung und kümmern uns um die Löschung bei Google. Nach dem kostenlosen Check stellen wir Ihnen eine kurze Frage pro Bewertung, zum Beispiel ob die Person je Kunde war. Im Lösch-Audit sehen Sie dann, welche Bewertungen gute Chancen haben und wie sich Ihr Schnitt verändern würde. Sie entscheiden, wir erledigen den Rest – und Sie zahlen nur, was gelöscht wird.
Eine Garantie gibt es nicht, denn über die Löschung entscheidet Google. Die Preise finden Sie unter Kosten fürs Löschen. Viele Fake-Bewertungen bestehen übrigens nur aus einem Stern – dazu passt unser Ratgeber 1-Stern-Bewertung ohne Text. Mehr zu Löschklar auf der Startseite.