Das Wichtigste in Kürze
- Sie können jede Google-Bewertung melden: in Google Maps, in der Google-Suche oder als Inhaber direkt im Unternehmensprofil.
- Wählen Sie einen Grund, der wirklich passt – zum Beispiel Spam, Interessenkonflikt oder vulgäre Sprache.
- Den Status Ihrer Meldung sehen Sie im Tool zum Verwalten von Rezensionen. Die Prüfung dauert oft mehrere Tage.
- Viele Meldungen werden abgelehnt, weil Google den Verstoß nicht erkennen kann. Dann lohnt es sich, Bewertungen gezielt löschen zu lassen.
Wer kann eine Google-Bewertung melden?
Melden kann jeder, der ein Google-Konto hat. Sie müssen also nicht Inhaber des Profils sein. Auch Kunden oder Mitarbeiter können eine Rezension melden, wenn sie gegen die Regeln verstößt.
Als Inhaber eines verifizierten Unternehmensprofils haben Sie aber zwei Vorteile: Sie melden direkt aus der Verwaltung heraus. Und Sie können verfolgen, was aus Ihrer Meldung geworden ist.
Wichtig vorab: Melden ist nicht dasselbe wie Löschen. Mit der Meldung bitten Sie Google, die Bewertung zu prüfen. Ob sie entfernt wird, entscheidet allein Google. Grundlage sind die Richtlinien für Rezensionen. Was dort erlaubt ist und was nicht, erklären wir ausführlich im Ratgeber Google-Bewertung löschen.
Vor dem Melden: drei kurze Prüfungen
Nehmen Sie sich zwei Minuten, bevor Sie auf „Melden“ klicken. Das erhöht die Chance, dass Ihre Meldung Erfolg hat.
- War die Person Kunde? Suchen Sie den Namen in Ihrer Kundenliste, im Kalender oder in der Buchhaltung. Fragen Sie auch Ihr Team.
- Was genau stört Sie? Ist es eine Beleidigung, eine falsche Behauptung, Spam – oder einfach eine harte Meinung? Nur im ersten Fall lohnt die Meldung.
- Wer steckt dahinter? Schauen Sie sich das Profil des Verfassers an. Bewertet es auffällig viele Betriebe aus Ihrer Branche oder nur einmal und nur schlecht? Das kann auf Spam oder Konkurrenz hindeuten.
Google-Bewertung melden: die drei Wege
1. In Google Maps (Browser oder App)
- Öffnen Sie Google Maps und suchen Sie das Unternehmen.
- Tippen oder klicken Sie auf „Rezensionen“.
- Scrollen Sie zu der Bewertung, die Sie melden wollen.
- Wählen Sie das Drei-Punkte-Menü neben der Bewertung und dann „Rezension melden“.
- Wählen Sie den passenden Grund aus und senden Sie die Meldung ab.
2. In der Google-Suche
- Suchen Sie bei Google nach dem Namen des Unternehmens.
- Im Unternehmensprofil rechts (am Handy oben) wählen Sie die Rezensionen aus.
- Neben der Bewertung finden Sie das Drei-Punkte-Menü oder ein Fähnchen-Symbol.
- Wählen Sie „Rezension melden“, dann den Grund, und senden Sie ab.
Je nach Gerät und Ansicht sehen die Menüs etwas anders aus. Der Ablauf ist aber immer gleich.
3. Als Inhaber im Unternehmensprofil
So melden Sie eine Google-Rezension als Inhaber:
- Melden Sie sich mit dem Konto an, das Ihr Unternehmensprofil verwaltet.
- Öffnen Sie Ihr Profil, zum Beispiel über die Google-Suche nach Ihrem Firmennamen.
- Wählen Sie „Rezensionen lesen“.
- Klicken Sie neben der Bewertung auf „Melden“.
- Wählen Sie den Grund und senden Sie die Meldung ab.
Alternativ können Sie Bewertungen auch über das Tool zum Verwalten von Rezensionen melden, das Google in seiner Hilfe verlinkt. Dort wählen Sie Ihr Unternehmen, dann „Neue Rezension zum Entfernen melden“ und schließlich die Bewertung.
Welchen Grund sollten Sie wählen?
Beim Melden zeigt Google eine Liste mit Gründen. Die genauen Bezeichnungen können sich ändern. Typisch sind diese Kategorien:
| Grund | Wann er passt |
|---|---|
| Nicht relevant / themenfremd | Die Bewertung hat nichts mit einer Erfahrung bei Ihnen zu tun, etwa politische Parolen oder Verwechslungen. |
| Spam | Fake-Profile, gekaufte Bewertungen, Werbung, mehrere Bewertungen derselben Person. |
| Interessenkonflikt | Bewertung von Konkurrenten, ehemaligen Mitarbeitern oder Personen mit eigenem Interesse. |
| Vulgäre Sprache | Schimpfwörter und obszöne Ausdrücke. |
| Mobbing oder Belästigung | Persönliche Angriffe auf Sie oder einzelne Mitarbeiter. |
| Diskriminierung oder Hassrede | Herabsetzung wegen Herkunft, Religion, Geschlecht und ähnlichem. |
| Personenbezogene Daten | Die Bewertung nennt Telefonnummern, Adressen oder andere private Angaben. |
Wählen Sie den Grund, der am genauesten passt. Eine Bewertung von jemandem, der nie Kunde war, ist kein Fall für „vulgäre Sprache“, nur weil sie unfreundlich klingt. Passt kein Grund wirklich, ist das oft ein Zeichen: Die Bewertung ist vermutlich eine erlaubte Meinung.
Gerade Fake-Bewertungen sind nicht immer leicht zu erkennen. Typische Merkmale finden Sie im Ratgeber Fake-Bewertungen erkennen.
Status der Meldung verfolgen
Nach dem Absenden bekommen Sie keine automatische Antwort im Profil. Den Stand sehen Sie im Tool zum Verwalten von Rezensionen, das Google in seiner Hilfe zum Unternehmensprofil verlinkt. Dort wählen Sie Ihr Unternehmen und die zuvor gemeldeten Rezensionen aus.
Typische Statusangaben sind:
- „Entscheidung steht aus“: Die Bewertung ist gemeldet, aber noch nicht geprüft.
- „Meldung überprüft – kein Richtlinienverstoß“: Google hat geprüft und keinen Verstoß gefunden. Die Bewertung bleibt sichtbar.
Wurde die Bewertung entfernt, ist sie auf Ihrem Profil nicht mehr zu sehen.
Wie lange dauert es?
Google gibt an, dass die Prüfung in der Regel mehrere Tage dauert. In der Praxis schwankt das stark. Manche Meldungen sind schnell erledigt, andere bleiben länger auf „Entscheidung steht aus“. Einen festen Zeitrahmen nennt Google nicht.
Machen Sie vor dem Melden einen Screenshot der Bewertung mit Name, Datum und Sternen. Verfasser können Bewertungen ändern oder löschen. Dann haben Sie trotzdem einen Beleg.
Warum Google-Meldungen oft abgelehnt werden
Viele Unternehmer melden eine Bewertung, warten ein paar Tage – und lesen dann „kein Richtlinienverstoß“. Das liegt selten an Willkür. Meist steckt einer dieser Gründe dahinter.
Pauschale Meldung
Die einfache Meldung besteht im Kern aus einem Klick auf einen Grund. Warum die Bewertung unzulässig ist, können Sie dort kaum erklären. Die Prüfung läuft zu großen Teilen automatisch. Ein System sieht nur den Text, die Sterne und das Profil des Verfassers.
Fehlende Fakten
Der stärkste Löschgrund ist oft: Die Person war nie Kunde. Das weiß aber nur Sie. Google sieht keine Kundenliste, keinen Kalender und keine Rechnungen. Ohne diese Information wirkt eine Bewertung ohne Kundenkontakt wie jede andere.
Fiktives Beispiel · 1 Stern
„Unfreundlich und völlig überteuert. Nie wieder!“
Schreibt das ein echter Kunde, ist es eine erlaubte Meinung. Hat die Person Ihren Betrieb nie betreten, sieht es ganz anders aus. Aus dem Text allein lässt sich das nicht erkennen. Mehr dazu im Ratgeber Bewertung ohne Kundenkontakt.
Meinung statt Verstoß
Kritik ist erlaubt, auch harte. „Zu teuer“, „lange gewartet“ oder „hat mir nicht gefallen“ sind Meinungen. Solche Bewertungen entfernt Google in der Regel nicht, wenn sie von echten Kunden stammen. Wer sie trotzdem meldet, wartet umsonst.
Falscher Grund
Wer den Grund nach Gefühl wählt, landet schnell daneben. Eine Konkurrenz-Bewertung als „vulgäre Sprache“ zu melden, führt selten zum Ziel. Der Grund sollte zum tatsächlichen Problem passen.
Sterne ohne Text
Eine 1-Stern-Bewertung ohne Text bietet dem Prüfsystem fast nichts. Kein Text heißt: keine Beleidigung, kein Spam, nichts Auffälliges. Trotzdem kann sie unzulässig sein, etwa wenn es keinen Kundenkontakt gab. Wie man damit umgeht, steht im Ratgeber 1-Stern-Bewertung ohne Text.
Melden oder löschen lassen?
Die Melde-Funktion ist kostenlos und schnell. Für eindeutige Fälle ist sie ein guter erster Schritt. Für viele andere Fälle reicht sie nicht.
| Situation | Selbst melden | Löschen lassen |
|---|---|---|
| Offensichtlicher Spam oder Werbung | Gute Chancen | Meist nicht nötig |
| Schimpfwörter, klare Beleidigung | Gute Chancen | Wenn die Meldung scheitert |
| Person war nie Kunde | Oft schwierig, Fakten fehlen | Sinnvoll |
| Konkurrent oder Ex-Mitarbeiter | Oft schwierig, nicht erkennbar | Sinnvoll |
| Unwahre Tatsachen | Oft schwierig | Sinnvoll |
| Viele unfaire Bewertungen auf einmal | Viel Aufwand | Sinnvoll |
| Ehrliche Kritik eines echten Kunden | Kaum Chancen | Kaum Chancen – besser antworten |
Bei Löschklar prüfen wir jede negative Bewertung einzeln und kümmern uns um die Löschung bei Google. Sie beantworten pro Bewertung eine kurze Frage, etwa ob die Person je Kunde war. So fließen genau die Fakten ein, die bei der einfachen Meldung fehlen. Sie zahlen nur für Bewertungen, die Google tatsächlich entfernt. Eine Garantie gibt es nicht, denn Google entscheidet. Was das kostet, lesen Sie unter Kosten fürs Löschen. Ob ein Anwalt nötig ist, klärt der Ratgeber Google-Bewertung löschen mit Anwalt.
Wir führen selbst Fahrschulen und kennen das Gefühl, wenn eine unfaire Bewertung den Schnitt drückt. Wie das in unserer Branche aussieht, steht auf der Seite Bewertungen für Fahrschulen.
Was Sie beim Melden vermeiden sollten
- Alles melden. Wer jede Kritik meldet, verschwendet Zeit. Melden Sie gezielt, was wirklich gegen Regeln verstößt.
- Freunde mitmelden lassen. Dass viele Meldungen derselben Bewertung mehr bewirken, ist nicht belegt.
- Im Ärger antworten. Eine gereizte Antwort lesen viele potenzielle Kunden. Wie eine gute Antwort aussieht, zeigt der Ratgeber Auf Google-Bewertungen antworten.
- Den Verfasser bedrängen. Wer den Verfasser unter Druck setzt, macht die Lage meist schlimmer.
- Kundendaten veröffentlichen. Auch wenn Sie beweisen wollen, dass jemand nie da war: Private Angaben gehören nicht in eine öffentliche Antwort.
Übrigens: Auch anonyme Profile lassen sich melden. Was dabei zu beachten ist, lesen Sie unter Anonyme Google-Bewertungen. Und wer wissen will, ob eine Bewertung schon entfernt wurde, findet Hinweise unter Gelöschte Google-Bewertungen sehen.
Sie wollen wissen, welche Ihrer Bewertungen gute Chancen haben? Geben Sie im kostenlosen Check Ihre Firma ein. Nach einer Minute sehen Sie jede negative Bewertung mit einer ehrlichen Einschätzung.