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Ratgeber · Google-Bewertungen

Google-Bewertung melden: so geht's Schritt für Schritt

Eine Bewertung bei Google ist unfair, beleidigend oder stammt von jemandem, der nie bei Ihnen war? Hier lesen Sie, wie Sie Google-Rezensionen melden, welchen Grund Sie wählen sollten und warum viele Meldungen ins Leere laufen.

Von Adem Erdogan, Gründer von Löschklar und selbst Fahrschulleiter · Stand

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Das Wichtigste in Kürze

  • Sie können jede Google-Bewertung melden: in Google Maps, in der Google-Suche oder als Inhaber direkt im Unternehmensprofil.
  • Wählen Sie einen Grund, der wirklich passt – zum Beispiel Spam, Interessenkonflikt oder vulgäre Sprache.
  • Den Status Ihrer Meldung sehen Sie im Tool zum Verwalten von Rezensionen. Die Prüfung dauert oft mehrere Tage.
  • Viele Meldungen werden abgelehnt, weil Google den Verstoß nicht erkennen kann. Dann lohnt es sich, Bewertungen gezielt löschen zu lassen.

Wer kann eine Google-Bewertung melden?

Melden kann jeder, der ein Google-Konto hat. Sie müssen also nicht Inhaber des Profils sein. Auch Kunden oder Mitarbeiter können eine Rezension melden, wenn sie gegen die Regeln verstößt.

Als Inhaber eines verifizierten Unternehmensprofils haben Sie aber zwei Vorteile: Sie melden direkt aus der Verwaltung heraus. Und Sie können verfolgen, was aus Ihrer Meldung geworden ist.

Wichtig vorab: Melden ist nicht dasselbe wie Löschen. Mit der Meldung bitten Sie Google, die Bewertung zu prüfen. Ob sie entfernt wird, entscheidet allein Google. Grundlage sind die Richtlinien für Rezensionen. Was dort erlaubt ist und was nicht, erklären wir ausführlich im Ratgeber Google-Bewertung löschen.

Vor dem Melden: drei kurze Prüfungen

Nehmen Sie sich zwei Minuten, bevor Sie auf „Melden“ klicken. Das erhöht die Chance, dass Ihre Meldung Erfolg hat.

  1. War die Person Kunde? Suchen Sie den Namen in Ihrer Kundenliste, im Kalender oder in der Buchhaltung. Fragen Sie auch Ihr Team.
  2. Was genau stört Sie? Ist es eine Beleidigung, eine falsche Behauptung, Spam – oder einfach eine harte Meinung? Nur im ersten Fall lohnt die Meldung.
  3. Wer steckt dahinter? Schauen Sie sich das Profil des Verfassers an. Bewertet es auffällig viele Betriebe aus Ihrer Branche oder nur einmal und nur schlecht? Das kann auf Spam oder Konkurrenz hindeuten.

Google-Bewertung melden: die drei Wege

1. In Google Maps (Browser oder App)

  1. Öffnen Sie Google Maps und suchen Sie das Unternehmen.
  2. Tippen oder klicken Sie auf „Rezensionen“.
  3. Scrollen Sie zu der Bewertung, die Sie melden wollen.
  4. Wählen Sie das Drei-Punkte-Menü neben der Bewertung und dann „Rezension melden“.
  5. Wählen Sie den passenden Grund aus und senden Sie die Meldung ab.

2. In der Google-Suche

  1. Suchen Sie bei Google nach dem Namen des Unternehmens.
  2. Im Unternehmensprofil rechts (am Handy oben) wählen Sie die Rezensionen aus.
  3. Neben der Bewertung finden Sie das Drei-Punkte-Menü oder ein Fähnchen-Symbol.
  4. Wählen Sie „Rezension melden“, dann den Grund, und senden Sie ab.

Je nach Gerät und Ansicht sehen die Menüs etwas anders aus. Der Ablauf ist aber immer gleich.

3. Als Inhaber im Unternehmensprofil

So melden Sie eine Google-Rezension als Inhaber:

  1. Melden Sie sich mit dem Konto an, das Ihr Unternehmensprofil verwaltet.
  2. Öffnen Sie Ihr Profil, zum Beispiel über die Google-Suche nach Ihrem Firmennamen.
  3. Wählen Sie „Rezensionen lesen“.
  4. Klicken Sie neben der Bewertung auf „Melden“.
  5. Wählen Sie den Grund und senden Sie die Meldung ab.

Alternativ können Sie Bewertungen auch über das Tool zum Verwalten von Rezensionen melden, das Google in seiner Hilfe verlinkt. Dort wählen Sie Ihr Unternehmen, dann „Neue Rezension zum Entfernen melden“ und schließlich die Bewertung.

Welchen Grund sollten Sie wählen?

Beim Melden zeigt Google eine Liste mit Gründen. Die genauen Bezeichnungen können sich ändern. Typisch sind diese Kategorien:

GrundWann er passt
Nicht relevant / themenfremdDie Bewertung hat nichts mit einer Erfahrung bei Ihnen zu tun, etwa politische Parolen oder Verwechslungen.
SpamFake-Profile, gekaufte Bewertungen, Werbung, mehrere Bewertungen derselben Person.
InteressenkonfliktBewertung von Konkurrenten, ehemaligen Mitarbeitern oder Personen mit eigenem Interesse.
Vulgäre SpracheSchimpfwörter und obszöne Ausdrücke.
Mobbing oder BelästigungPersönliche Angriffe auf Sie oder einzelne Mitarbeiter.
Diskriminierung oder HassredeHerabsetzung wegen Herkunft, Religion, Geschlecht und ähnlichem.
Personenbezogene DatenDie Bewertung nennt Telefonnummern, Adressen oder andere private Angaben.

Wählen Sie den Grund, der am genauesten passt. Eine Bewertung von jemandem, der nie Kunde war, ist kein Fall für „vulgäre Sprache“, nur weil sie unfreundlich klingt. Passt kein Grund wirklich, ist das oft ein Zeichen: Die Bewertung ist vermutlich eine erlaubte Meinung.

Gerade Fake-Bewertungen sind nicht immer leicht zu erkennen. Typische Merkmale finden Sie im Ratgeber Fake-Bewertungen erkennen.

Status der Meldung verfolgen

Nach dem Absenden bekommen Sie keine automatische Antwort im Profil. Den Stand sehen Sie im Tool zum Verwalten von Rezensionen, das Google in seiner Hilfe zum Unternehmensprofil verlinkt. Dort wählen Sie Ihr Unternehmen und die zuvor gemeldeten Rezensionen aus.

Typische Statusangaben sind:

Wurde die Bewertung entfernt, ist sie auf Ihrem Profil nicht mehr zu sehen.

Wie lange dauert es?

Google gibt an, dass die Prüfung in der Regel mehrere Tage dauert. In der Praxis schwankt das stark. Manche Meldungen sind schnell erledigt, andere bleiben länger auf „Entscheidung steht aus“. Einen festen Zeitrahmen nennt Google nicht.

Machen Sie vor dem Melden einen Screenshot der Bewertung mit Name, Datum und Sternen. Verfasser können Bewertungen ändern oder löschen. Dann haben Sie trotzdem einen Beleg.

Warum Google-Meldungen oft abgelehnt werden

Viele Unternehmer melden eine Bewertung, warten ein paar Tage – und lesen dann „kein Richtlinienverstoß“. Das liegt selten an Willkür. Meist steckt einer dieser Gründe dahinter.

Pauschale Meldung

Die einfache Meldung besteht im Kern aus einem Klick auf einen Grund. Warum die Bewertung unzulässig ist, können Sie dort kaum erklären. Die Prüfung läuft zu großen Teilen automatisch. Ein System sieht nur den Text, die Sterne und das Profil des Verfassers.

Fehlende Fakten

Der stärkste Löschgrund ist oft: Die Person war nie Kunde. Das weiß aber nur Sie. Google sieht keine Kundenliste, keinen Kalender und keine Rechnungen. Ohne diese Information wirkt eine Bewertung ohne Kundenkontakt wie jede andere.

Fiktives Beispiel · 1 Stern

„Unfreundlich und völlig überteuert. Nie wieder!“

Schreibt das ein echter Kunde, ist es eine erlaubte Meinung. Hat die Person Ihren Betrieb nie betreten, sieht es ganz anders aus. Aus dem Text allein lässt sich das nicht erkennen. Mehr dazu im Ratgeber Bewertung ohne Kundenkontakt.

Meinung statt Verstoß

Kritik ist erlaubt, auch harte. „Zu teuer“, „lange gewartet“ oder „hat mir nicht gefallen“ sind Meinungen. Solche Bewertungen entfernt Google in der Regel nicht, wenn sie von echten Kunden stammen. Wer sie trotzdem meldet, wartet umsonst.

Falscher Grund

Wer den Grund nach Gefühl wählt, landet schnell daneben. Eine Konkurrenz-Bewertung als „vulgäre Sprache“ zu melden, führt selten zum Ziel. Der Grund sollte zum tatsächlichen Problem passen.

Sterne ohne Text

Eine 1-Stern-Bewertung ohne Text bietet dem Prüfsystem fast nichts. Kein Text heißt: keine Beleidigung, kein Spam, nichts Auffälliges. Trotzdem kann sie unzulässig sein, etwa wenn es keinen Kundenkontakt gab. Wie man damit umgeht, steht im Ratgeber 1-Stern-Bewertung ohne Text.

Melden oder löschen lassen?

Die Melde-Funktion ist kostenlos und schnell. Für eindeutige Fälle ist sie ein guter erster Schritt. Für viele andere Fälle reicht sie nicht.

SituationSelbst meldenLöschen lassen
Offensichtlicher Spam oder WerbungGute ChancenMeist nicht nötig
Schimpfwörter, klare BeleidigungGute ChancenWenn die Meldung scheitert
Person war nie KundeOft schwierig, Fakten fehlenSinnvoll
Konkurrent oder Ex-MitarbeiterOft schwierig, nicht erkennbarSinnvoll
Unwahre TatsachenOft schwierigSinnvoll
Viele unfaire Bewertungen auf einmalViel AufwandSinnvoll
Ehrliche Kritik eines echten KundenKaum ChancenKaum Chancen – besser antworten

Bei Löschklar prüfen wir jede negative Bewertung einzeln und kümmern uns um die Löschung bei Google. Sie beantworten pro Bewertung eine kurze Frage, etwa ob die Person je Kunde war. So fließen genau die Fakten ein, die bei der einfachen Meldung fehlen. Sie zahlen nur für Bewertungen, die Google tatsächlich entfernt. Eine Garantie gibt es nicht, denn Google entscheidet. Was das kostet, lesen Sie unter Kosten fürs Löschen. Ob ein Anwalt nötig ist, klärt der Ratgeber Google-Bewertung löschen mit Anwalt.

Wir führen selbst Fahrschulen und kennen das Gefühl, wenn eine unfaire Bewertung den Schnitt drückt. Wie das in unserer Branche aussieht, steht auf der Seite Bewertungen für Fahrschulen.

Was Sie beim Melden vermeiden sollten

Übrigens: Auch anonyme Profile lassen sich melden. Was dabei zu beachten ist, lesen Sie unter Anonyme Google-Bewertungen. Und wer wissen will, ob eine Bewertung schon entfernt wurde, findet Hinweise unter Gelöschte Google-Bewertungen sehen.

Sie wollen wissen, welche Ihrer Bewertungen gute Chancen haben? Geben Sie im kostenlosen Check Ihre Firma ein. Nach einer Minute sehen Sie jede negative Bewertung mit einer ehrlichen Einschätzung.

FAQ

Häufige Fragen zum Melden von Google-Bewertungen

Was passiert, wenn ich eine Google-Bewertung melde?

Google prüft die Bewertung anhand seiner Richtlinien für Rezensionen. Findet Google einen Verstoß, wird die Bewertung entfernt. Findet Google keinen, bleibt sie stehen. Die Prüfung dauert laut Google in der Regel mehrere Tage.

Erfährt der Verfasser, dass ich seine Bewertung gemeldet habe?

Google teilt dem Verfasser in der Regel nicht mit, wer eine Bewertung gemeldet hat. Wird die Bewertung entfernt, sieht er sie aber nicht mehr auf Ihrem Profil.

Kann ich eine Google-Bewertung melden, ohne Inhaber zu sein?

Ja. Jeder mit einem Google-Konto kann eine Rezension in Google Maps oder in der Google-Suche melden. Als Inhaber haben Sie zusätzlich die Melde-Funktion im Unternehmensprofil und können den Status Ihrer Meldung verfolgen.

Wie oft kann ich eine Bewertung melden?

Sie können eine Bewertung melden, auch wenn Sie sie schon einmal gemeldet haben. Dass viele Meldungen derselben Bewertung mehr bewirken, ist aber nicht belegt. Entscheidend ist, ob die Bewertung tatsächlich gegen Richtlinien verstößt.

Warum wurde meine Meldung abgelehnt?

Häufige Gründe: Die Bewertung ist eine erlaubte Meinung eines echten Kunden, der gewählte Grund passt nicht, oder Google kann den Verstoß ohne weitere Fakten nicht erkennen – etwa, wenn die Person nie Kunde war.

Kann ich eine Google-Bewertung selbst löschen?

Nein. Als Inhaber können Sie Bewertungen nur melden und beantworten. Löschen können nur der Verfasser oder Google.

Welche Bewertungen können weg?

Kostenloser Check in einer Minute – ohne Anmeldung, ohne Vorkasse. Sie zahlen nur, was gelöscht wird.

Los geht's!